V-Schilder

V-Schilder von Weinert

„Gutes im Schilde führen ...“

Jeder kennt sie aus dem Straßenverkehr und ohne sie wäre es undenkbar. Während Bürger für weniger plädieren, müssen Kommunen ihrer Pflicht für die Verkehrsicherheit Sorgen tragen und stellen eins ums andere auf – Straßenverkehrschilder.                Damit unsere kleine Welt der Großen nahe kommt, sollten sie nicht vergessen werden.

Bei einer realistischen Anlagengestaltung dürfen auf die Verkehrszeichen nicht fehlen. Hier steuert Modellbau Weinert die entsprechende Bauteile bei

Die Weinert Bausätze

Mittlerweile gibt es eine Reihe von Anbietern die Verkehrszeichen in Ihrem Sortiment führen. Meist sind die fertigen Schilderträger aus Kunststoff und mit Piktogrammen als Selbstklebebildern. Anders bei der Firma Weinert Modellbau (www.weinert-modellbau.de). Hier bestehen die Schilderträger aus Messingätzteilen und die Piktogramme liegen als Nassschiebebilder bei. So sind drei verschiedene Bausätze erhältlich. Ein Bakensatz (Art.-Nr. 3375) mit acht Schildern, zwölf Baken und vier Andreaskreuzen; ein Satz (Art.-Nr. 3376) mit 30 Hinweis- und Warnschildern und ein Satz (Art.-Nr. 3377) mit 30 Gebots- und Verbotsschildern. Alle Schilder entsprechen der bis 1969 gültigen Straßenverkehrsordnung und sind somit für die Nachbildung der Epoche III vorgesehen.

Für die Erstellung der Schilderträger werden zunächst die einzelnen Schilder aus dem Ätzblech herausgelöst und versäubert. Danach sind sie mit dem Schilderpfosten, auf ~ 35 mm abgelängte Messingdrähte die beigefügt sind, zu verlöten. Es ist ratsam die beiden Teile jeweils mit einem Klebestreifen zu fixieren, um sie dann mit einem Tropfen Weichlot und der Lötflamme zu verbinden. Dabei ist darauf zu achten, dass das Schild und der Pfosten entsprechend ausgerichtet sind. Sollte ein Zusatzschild oder ein weiteres Schild unter dem Hauptschild angelötet werden, ist die bereits vorhandene Lötstelle mit einem kleinen Stück eines feuchten Küchentuches zu kühlen. Anschließend werden die Lötstelle, oder Lötstellen, mit einer dreieckigen Feile – um auch etwas unter den Draht zu kommen – und einem Glasfaserstift versäubert.

Die verschiedenen Bausätze von Weinert bestehen jeweils aus einer Messingätzplatine, einem Bogen Nassabziehbildern und einer kurzen Bauanleitung.

Nun folgen die Grundierung und danach eine weiße Spritzlackierung der Schildoberflächen. Diese ist notwendig um einen neutralen Hintergrund für die Nassabziehbilder herzustellen. Denn da die Abziehbilder sehr dünn, fast transparent sind, würde ein farbiger Hintergrund die Wiedergabe der Piktogramme beeinträchtigen. So ist die Schildoberfläche vor dem grauen Farbauftrag durch Klebeband abzukleben. Passende Letraset-Bänder ersparen bei schmalen Zusatzschilder aufwendige Zuschnitte. Die Schilderrückseite und der Pfosten erhalten dann eine graue Lackierung (z.B. Weinert 2637; RAL 7023).

Nachdem die Farbe zwei Tagen getrocknet ist, werden die Abziehbilder ausgeschnitten und aufgebracht. Natürlich gestaltet sich dies bei den runden oder den Einbahnstraßenschildern nicht so einfach, aber dafür gibt es einen einfachen Trick. Die Schilder werden einigermaßen passgenau ausgeschnitten und nach dem üblichen Wasserbad aufgebracht. Am nächsten Tag, wenn die Abziehbilder durchgetrocknet sind, können die überstehenden Kanten vorsichtig mit Nassschleifpapier (> 800er Körnung) in die richtige Form gebracht werden. Dabei ist das Schleifpapier senkrecht zur Schildoberfläche von der Vorderseite zur Rückseite zu führen. Die eventuell zu weit abgeschnittenen Bilder sind mit einem dicken, farblich abgestimmten Filzstift so zu ergänzen, dass die weiße Schildoberfläche nicht mehr zu sehen ist. Eine transparente, seidenmatte Lackschicht schützt das Nassschiebebild. Von einer Alterung der Schilder ist abzusehen, da sie von den jeweiligen Wartungsdiensten der Kommunen immer wieder gewartet wurden und auch heute noch werden.

Um die Lötstelle des Hauptschildes beim Anlöten des Zusatzschildes nicht zu lösen, wird sie mit einem nassen Küchenzelltuch „gekühlt“.

Die Schildoberflächen sind weiß zu lackieren, um einen neutralen Hintergrund für die Nassschiebe-Schilder zu schaffen.

Bevor das fertige Schild in unserer Modellwelt aufgestellt wird, ist der Standort und der damit verbundene Sinn zu hinterfragen. Denn nur wenn die gewählte Platzierung des Schildes plausibel ist, trägt das Schild zu einer vorbildgerechten Wiedergabe bei. Für das Aufstellen wird eine Ø 1,o mm große Bohrung erstellt und das Schild mit einem senkrechten Abstand von 22-25 mm vom Boden eingeklebt. Dabei ist natürlich auf eine allseits senkrechte Ausrichtung zu achten. Es sei denn man möchte ein kleines Missgeschick darstellen.

Die kleinen Details, wie die Weinert Verkehrschilder, tragen ihren Anteil für die Illusion der großen Welt im „Kleinen“ bei.

Natürlich ist die Erstellung dieser Schilder etwas aufwendiger, jedoch ist das Ergebnis ein sehr filigranes Schild mit einer sauberen Wiedergabe des Piktogramms. Darüber hinaus erlaubt der Selbstbau eine gewisse Gestaltungsfreiheit bei der Kombination von verschiedenen Schildern. Und zu guter Letzt werden diese Schilder direkt im Boden verankert, während die meisten Fertigprodukte über eine festzuklebende Fußplatte verfügen, die es beim Vorbild – abgesehen vielleicht von Baustellenschildern - nicht gibt.                                                                  So sind die Verkehrschilder von Weinert Modellbau ein weiteres feines Bauteil welches uns hilft dem Vorbild etwas näher zu kommen.

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