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Jeder kennt sie. Sie sind aus dem heutigen StraĂenbild nicht mehr wegzudenken und ein fester Bestandteil des Entsorgungskonzeptes aller Umweltdienste. Die Rede ist von AbsetzbehĂ€ltern, die auch Absetzkipper genannt werden. Diese aus Stahl gefertigten BehĂ€lter sind fĂŒr den StraĂentransport konzipiert und als mobile BehĂ€ltnisse auf Baustellen oder an Betrieben zu finden. Ihr Transport wird meist durch Lastkraftwagen bewerkstelligt. Jedoch ist es auch möglich, dem Werbeslogan âvon der StraĂe auf die Schieneâ folgend, diese BehĂ€lter mit der Bahn zu transportieren. So werden in diesem Beitrag einige AbsetzbehĂ€lter auf Flachwagen verladen.
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Das Vorbild
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Als Transportmittel sind zwei Flachwagenarten ausgewĂ€hlt worden, die hinsichtlich ihrer TragfĂ€higkeit keine MĂŒhen mit den Lasten zweier beladener BehĂ€lter haben dĂŒrften. Zum einen ist dies der Rmmps 661 und zum anderen der Samms 710. WĂ€hrend die Entwicklung des Rmmps hier kurz angerissen wird, soll auf den Samms in einem spĂ€teren Beitrag eingegangen werden. Der Rmmps 661 ist aus einem vierachsigen Flachwagen entstanden, der im zweiten Weltkrieg in Einzelteilen aus Amerika nach England transportiert wurde. Nach dem Zusammenbau verschiffte man ihn nach Europa, um den Truppentransport der Alliierten zu bewerkstelligen. Nach Ende des Krieges verblieben noch rund 2.900 Wagen bei der DB. Sie erhielten damals die Bezeichnung SSkm 49. Diese Wagen verfĂŒgten ĂŒber einen stabilen Unterwagen, waren aber nur fĂŒr eine Geschwindigkeit von 65 km/h zugelassen. Dies lag an den Diamond-Drehgestellen und den Westinghouse-Bremsen.
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Der Rmmps 661 wird von der Firma âKlein Modellbahnâ in der Beschriftung der Epoche III (Nr. 3622) und der Epoche IV (Nr. 3623) angeboten. Die Verfeinerungsarbeiten beschrĂ€nken sich neben dem Abdrehen der SpurkrĂ€nze auf RP 25, auf die Montage von Federpuffern (Weinert Nr. 8594) mit Sockelplatten (Weinert 8603), Rangiertritten (Weinert Nr. 8690), Rangiergriffen und einem Lösezug (Weinert Nr. 92704). FĂŒr die Aufnahme der Federpuffer werden die vorhandenen Puffer abgeschnitten und an ihrer Stelle Löcher mit einem Durchmesser von 2,2 mm gebohrt. Die am Modell vorhandenen Sockelplatten-Nachbildungen schabt man vorsichtig ab und klebt die Puffer mit Sockelplatten ein. Danach erfolgt die Montage der Rangiergriffe aus 0,3 mm Messingdraht (Weinert Nr. 9300). DafĂŒr werden unterhalb der Puffer je zwei Löcher mit einem Abstand von 6 mm gebohrt, der vorgebogene Messingdraht eingeklebt und nach vorne gebogen. Eine Bohrung von 0,8 mm auf jeder Seite der Pufferbohle dient als Aufnahme, um die Rangiertritte dort einzukleben.
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Als Klebstoff wird Sekundenkleber verwendet. FĂŒr den Lösezug werden erst die Löcher (Ăž 0,4 mm) fĂŒr die Halter gebohrt und dann die ZĂŒge eingeklebt, nachdem sie zuvor abgelĂ€ngt wurden. Im Zuge dieses Arbeitsganges erhalten die gegenĂŒberliegenden Bremsstellhebel eine Verbindung in Form eines 0,5 mm dicken Messingdrahtes. Zur spĂ€teren Sicherung der Ladung entfernt man noch an den LĂ€ngstrĂ€gern die angegossenen, Ă€uĂeren und mittleren Ringösen. Sie werden spĂ€ter bei durch Messingösen ersetzt.
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Ohne Beladung kommen weitere zwei kleine BehĂ€lter ohne Deckel (blau und orange) und die groĂen Faller-BehĂ€lter (blau, grĂŒn und orange) aus, da sie mit einer Plane abgedeckt werden. Diese entsteht aus einem Papiertaschentuch, welches mit verdĂŒnntem WeiĂleim stabilisiert wird. Diese Arbeiten sind im EK 1/2003 (âPlanwagenâ) und 2/2003 (âGeheimnistrĂ€gerâ) beschrieben worden. Ebenfalls eine Plane erhalten die blauen Preiser-Absetzkipper. WĂ€hrend bei den Faller-BehĂ€ltern die Planen an den Transporteinrichtungen verzurrt werden, erhalten die Preiser-BehĂ€lter unterhalb der BehĂ€lteroberkante (~ 6mm) kleine Haken aus 0,3mm Messingdraht. Daran werden die Planen, oder wie bei den gelben BehĂ€ltern das Sicherungsnetz, befestigt.
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Aus Fensterfliegengitter von Tesa sind auch die Sicherungsnetze der gelben Absetzkipper hergestellt. Es soll die Schrottbeladung dieser BehĂ€lter sichern. Auf zugeschnittenen StĂŒcken einer Beladung der Firma âNochâ (Nr. 52640) klebt man zusĂ€tzlich verschiedene Schrottteile aus der Restekiste. Jedoch ist eine detaillierte Arbeit hier nicht erforderlich, da das âSicherungsnetzâ spĂ€ter viel verdeckt bzw. nicht so durchsichtig ist. Das Netz wird grĂŒn lackiert (Modell Master Nr. 1716), zugeschnitten und an den Haken des BehĂ€lters befestigt.
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Wer damit rechnet, den gröĂten Teil der Arbeit hinter sich gebracht zu haben, wird feststellen mĂŒssen, dass seine Geduld jetzt auf eine harte Probe gestellt wird. Denn nun gilt es die BehĂ€lter zu verladen. Zu einer ordnungsgemĂ€Ăen Verladung gehört auch deren Sicherung. Diese wird unter Zuhilfenahme von Ketten (Weinert Nr. 9319), Drahtseilen (Weinert Nr. 6480), Zurrhaken (Weinert Nr. 9260), fertigen Ăsen aus dem Juwelierbereich (Ăž 0,4mm) und Messingdraht bewerkstelligt. Alle Faller-BehĂ€lter finden ihren Platz auf den Rmmps 661, wĂ€hrend die Preiser-BehĂ€lter auf den Samms 710 verladen werden. Da beide Wagen die Lasten tragen wĂŒrden, waren die Proportionen â Wagen / BehĂ€lter â fĂŒr die Wahl der Wagen ausschlaggebend. Bei den Rmmps werden verschiedene Befestigungsmöglichkeiten kombiniert. So werden neben Ketten auch Drahtseile verwendet. DafĂŒr schneidet man die einzelnen Zurrhaken ab, bohrt sie auf und klebt die Drahtseilenden ein. Dabei ist darauf zu achten, dass ein Paar immer die gleiche LĂ€nge aufweist, da sonst die BehĂ€lter schrĂ€g zur LĂ€ngsrichtung des Wagens stehen. Eingehakt werden die Seilhaken in selbst gefertigte Drahtösen (0,3mm), die an den BehĂ€ltern eingehĂ€ngt und an den LĂ€ngstrĂ€gern der Wagen mit Sekundenkleber verklebt werden. Wenn man in einer Richtung auf beiden Seiten die Sicherungen angebracht hat, setzt man diese auf Spannung und klebt den BehĂ€lter auf den Wagenboden. In der anderen Richtung spannt man die Sicherungen, indem man die Ketten soweit kĂŒrzt, dass gerade eine Befestigung der Drahtöse an dem LĂ€ngstrĂ€ger noch möglich ist. Denn bei einer funktionierenden Sicherung mĂŒssen die Seile oder Ketten gespannt sein.
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In gleicher Weise verfĂ€hrt man auch bei der Sicherung der BehĂ€lter auf den Samms. Nur sind hier vorher noch auf der LadeflĂ€che die gravierten Halteösen mit einem KugelfrĂ€ser zu entfernen und durch Drahtösen zu ersetzen. Diese dienen zur Aufnahme der Zurrhaken. Die Ketten erhalten an beiden Seiten fertige Ăsen (0,4mm) aus dem JuweliergeschĂ€ft. Diese sind dort auf Nachfrage zu erhalten oder alternativ aus Messingdraht selbst zu fertigen. Den Abschluss der Sicherungsarbeiten stellt das Aufkleben von Holzkeilen auf den Ladeboden dar. Dazu werden 1,5x1,5mm dicke BirkenholzstĂ€be zu Keilen zurechtgeschnitten und mit Sekundenkleber fixiert.
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Diese nicht alltĂ€gliche Beladung bringt durch ihr Farbenspiel etwas Abwechselung in den grauen Bahnverkehr und die filigrane Sicherung der BehĂ€lter wird die Blicke auf sich ziehen. Auch lassen sich mit Hilfe der passenden Preiser-Fahrzeuge belebende Szenen auf der LadestraĂe oder bei der Beladung darstellen
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