Fahrraeder II

 Weinert-Drahtesel, die II.

Zum Weihnachtsgeschäft 2004 lieferte die Firma Weinert Modellbau (www.weinert-modellbau.de) zwei Versionen von Lastenfahrrädern aus. Im darauf folgenden Februarheft berichteten wir über diese filigranen Bausätze. Nur wenige Wochen später kündigte Weinert zwei Bausätze für je zwei Damen- und Herrenfahrräder und für einen überdachten Fahrradständer an. Nachdem diese nun den Weg in die Verkaufsregale gefunden haben, stellen wir auch diese kleinen und sehr filigranen Bausätze hier vor.

Vorbild

Neben den Lastenfahrrädern bietet Weinert Modellbau nun auch normale Damen- und Herrenfahrräder an. So herrscht reger Betrieb auf der Ladestraße.

Ăśber die Vorbilder fĂĽr die Damen- und Herrenfahrradmodelle gibt es, sofern man sich auf die Urmodelle besinnt, kein Wort zu verlieren. Dabei gilt es so manche kuriose Abwandlung in unserer heutigen, ach so innovativen Welt, auĂźer Acht zu lassen.                                             Anders beim ĂĽberdachten Fahrradständer. Während in unserer schnelllebigen Zeit das Fahrrad als Fortbewegungsmittel immer weiter in den Hintergrund tritt, waren diese Fahrradunterstellmöglichkeiten frĂĽher häufig an öffentlichen Gebäuden oder bei groĂźen Betrieben anzutreffen. Insbesondere die von der Firma Weinert nachgebildete Version. So handelt sich hierbei um einen ĂĽberdachten Fahrradständer, in dem die Fahrräder von den zwei Längsseiten jeweils versetzt schräg nach oben hineingestellt werden. In diesem Modell finden zweimal sechs Fahrräder auf engstem Raum Platz. Der Ständer selber besteht aus einer lackierten Eisenkonstruktion. Ein Dach aus einem tonnenförmigen geformten Wellblech bildet den entsprechenden Witterungsschutz. Ohne dies genau recherchiert zu haben, ist zu vermuten, dass hierin schon Anfang des letzten Jahrhunderts Fahrräder untergestellt wurden. Vielleicht ist der ein oder andere Fahrradständer auch heute noch auf einem Hinterhof in „betrieb“.

Mit etwas Geschick lassen sich die Figuren von Preiser auf den Fahrrädern positionieren. Dabei ist die Beinstellung und damit die Anordnung der Pedale zu beachten!

Nach dem Zusammenbau und der farblichen Gestaltung besteht das Modell auch die Prüfung durch die örtliche Polizei.

Nach dem erfolgreichen Verkleben werden die Fahrräder vorsichtig herausgetrennt und die Trennstellen versäubert. Danach folgt das Biegen und Ankleben des Gepäckträgers. Ebenso sind der Lenker, der Sattel und die Pedale in die richtige Stellung zu bringen.                                                                                         Beim Lackieren heiĂźt es nach dem Grundieren (Weinert 2698) vom hellen zum dunklen Farbton zu arbeiten. So werden erst die Speichen und der Lenker silbern lackiert. Dann sind die anderen Bauteile mit dem Pinsel farblich abzusetzen. Je nach dargestellter Epoche wählt man die entsprechenden Farbtöne. Während frĂĽher eher gedeckte Farben – grau bis schwarz – vorherrschten, können in jĂĽngerer Zeit auch verschiedene Farben zur Anwendung kommen.                                                                                        Als Besatzung gibt es inzwischen zwei neue Figurensätze von Preiser. Unter der Artikelnummer 10091 findet man sechs und unter 10336 drei Radler. Leider lassen sich nicht alle Figuren anpassen, da einige mit den Pedalen in Mittelstellung wieder gegeben sind. Aber es bleiben immer noch genug um eine nette Gruppe darstellen zu können.                                                         Damit die Radler auch auf den Weinert-Rädern eine Etappe absolvieren können, sind an den Figuren nur leichte Veränderungen notwendig, während bei den Rädern ausnahmslos die Sättel abgetrennt und die Lenker angepasst werden mĂĽssen.

Der Fahrradständer

Der Fahrradständer (HO 3236) besteht aus einer bereits gekanteten Messingätzplatine, einem Messingstreifen und einer Nachbildung des Wellblechdaches aus Kunststoff. Zum Schutz der gekanteten Platine, ist diese in einem kleinen Kunststoffkästen verpackt. Auch dieses Modell ist in den Baugrößen O 25662 / TT 5838 / N 6954 und Z 6898 erhältlich.                                             FĂĽr die Montage muss die aufwendig, fertig gekantete Platine an einigen Stellen zusammengelötet werden. Ebenso ist der beigelegte Messingstreifen anzulöten. Das ganze geht aufgrund der gewohnten Passgenauigkeit des Bausatzes recht schnell von der Hand.              Nach der Grundierung (Weinert 2698) erhält das Gestell eine eisengraue Lackierung (RAL 7011 / Weinert 2633), während das Dach silbern einzufärben ist.

Die bereits gekantete Konstruktion für den Fahrradständer wird sicher in einem Kunststoffdöschen ausgeliefert. Ein Messingstreifen und die Kunststoffnachbildung des Daches gehören ebenfalls dazu.

Auch wenn die jetzige Witterung es nicht zulässt – jetzt aber mit den neuen Fahrrädern ab ins Grüne…

Die Weinert-Fahrräder

Der „Fahrrad“ – Bausatz (HO 3235) enthält zwei Damen- und zwei Herrenfahrräder. Er besteht, wie die Bausätze der Lastenräder, aus geätzten Platinen. So findet man zwei, o,2 mm dicke Messingplatinen (A+B) mit dem Rahmen, Sattel, Lenker, Schutzblechen und den Reifen. Eine o,1 mm dicke Neusilberplatine (C) enthält neben dem Rahmen und den Reifen, auch die Speichen und den filigranen Fahrradgepäckständer. Die Bausätze bietet Weinert auch in O 25661 (Hier jedoch nur ein Damen- und ein Herrenrad!) / TT 5837 / N 6953 und Z 6899 an.

Die drei Platinen werden in der Reihenfolge A-C-B mit Sekundenkleber aufeinander geklebt. Dies ist genauso wie beim vorherigen Bausatz, jedoch hat man gelernt und den neuen Bausatz mit einer Justierhilfe ausgestattet. So verbleiben die Bauteile fĂĽr den Klebevorgang in den Platinen. Jede Platine hat an den vier Ecken jeweils an der gleichen Stelle eine 1,o mm dicke Bohrung, ĂĽber die man die Platinen untereinander mit Hilfe eines beigefĂĽgten 1,o mm dicken DrahtstĂĽckes deckungsgleich bringen kann. FĂĽr die vier Fahrräder ist es sinnvoll sich eine Montagehilfe anzufertigen. So genĂĽgen zwei diagonal angeordnete Stifte auf einer Holzplatte, um sich die Arbeit zu erleichtern. Die nebenstehende Abbildung zeigt eine solche Hilfe.

Ein Fahrrad-Bausatz beinhaltet zwei Messing- und eine Neusilberplatine. Der Messingdraht dient zur Justierung der einzelnen Platinen.

Eine Montagehilfe mit diagonal eingelassenen Messingstiften leistet für das einzelne Verkleben der Platinen gute Dienste und lohnt sich für die vier Räder.

Zum Schluss wird das Dach mit einem 2-Kompo-netenkleber aufgebracht. Je nach dargestelltem Zustand sind nun noch entsprechende Verwitterungsspuren aufzubringen und nach einem passenden Aufstellungsort Ausschau zu halten.

Um eine lebendige Szene am Fahrradständer darzustellen, eignet sich die Figurenpackung 10515 von Preiser. In ihr sind drei Figuren, die ein Rad führen, festhalten oder darauf sitzend warten. Mit den Weinert-Fahrrädern lässt sich dies bestimmt zu einem schönen Blickfang gestalten.

Auf fast jedem Fabrik- oder Betriebshof waren sie zu finden - die überdachten Fahrradständer. Hier als filigrane Messingkonstruktion von Weinert.

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