Clark-Gabelstapler

„Gabelstapler von Weinert“

Heute sind sie als Hebewerkzeuge von keiner Ladestraße und keinem Betriebshof mehr wegzudenken – die Gabelstapler.

In loser Folge soll in den nächsten Ausgaben verschiedenes Zubehör für die Ladestraße, den Betriebshof oder Personenbahnhof vorgestellt werden. In kurzen Beiträgen wird die Aufmerksamkeit auf diese kleinen, aber nicht minderwichtigen Ausstattungsteile gerichtet.

In der heutigen Zeit sind sie beim Bewegen von Lasten nicht mehr wegzudenken und auch bei der Bahn ersetzten sie früh die Muskelkraft – die Gabelstapler.

Es gibt sie in unterschiedlichen Ausführungen. Bemessungskriterium ist - wie bei allen Hebewerkzeugen - die Lastannahme. Für die Bahn müssen die Stapler klein und wendig sein, damit sie auf den engen Ladestraßen ihre Aufgaben schnell und präzise bewältigen können. Gleichzeitig sollen sie aber auch unterschiedliche Lasten problemlos heben. Sicherlich sind dazu eine Reihe von Modellen verschiedenster Anbieter in der Lage, denn bei dem wachsenden und ständig schneller umzuschlagenden Güterverkehr war die Bahn ein guter Kunde für den Verkauf von Gabelstaplern.                                                                                                                                                                     Rolf Weinert hat für seine Nachbildung eines Gabelstaplers ein Modell des Herstellers CLARK ausgewählt. Es wird in der frühen Epoche III nachgebildet, da es noch keine Fahrersicherheitseinrichtung aufweist. Dieses Sicherheitsdach wurde ab 1957 zur Pflicht und ist heute an allen Gabelstaplern zu finden bei denen die Last über die Hebeeinrichtung auf den Fahrer stürzen kann. Sollte das Modell seine Aufgaben in den 60er Jahren erfüllen, so ist diese Sicherheitseinrichtung zu ergänzen.

Während der Fahrzeugkörper aus Weißmetall besteht, ist das Hebewerkzeug aus Messingguss nachgebildet.

Um die Beweglichkeit der Hebeeinrichtung zu verbessern, bedarf es einiger Feilenhiebe. Zur Darstellung einer Kurvenfahrt müssen die Radkästen ausgefräst werden.

Der Fahrzeugkörper besteht aus Weißmetall, während alle Anbauteile aus Messingguss sind. Die Hebeeinrichtung ist beweglich und so lassen sich später unterschiedlichste Szenen nachstellen. Zu Beginn sind alle Teile von den Gussbäumen abzutrennen und die Angüsse eben zu feilen. Danach werden die Bohrungen mit den in der Bauanleitung vorgegeben Durchmessern für die verschiedenen Kleinteile an den vorgekörnten Stellen erstellt. Um Kurvenfahren darstellen zu können, müssen die hinteren Radkästen ausgefräst werden, damit die Räder den notwendigen Freiraum zur Auslenkung haben. Dabei ist die Achsaufnahme beizubehalten. Vor dem Grundieren sollten die Kleinteile, jedoch nicht die Hebereinrichtung, am Fahrzeugkörper angeklebt werden. Ebenso ist vorher die Fahrerkabine anzufertigen, damit die Lackierung beim Bau nicht beschädigt wird. Die Sicherheitseinrichtung besteht aus rechteckigen Evergreen-Profilen. Während die vorderen und die das Schutzgitter tragenden Profile einen Querschnitt von 0,75 x 1,0 mm aufweisen, besitzen die hinteren senkrechten Stützen ein Maß von 0,75 x 1,5 mm. Die Höhe wird durch die Höhe der Hebeeinrichtung vorgegeben. Die Ansatzpunkte sind den Abbildungen zu entnehmen. Das Schutzgitter wird in der Größe der oberen trapezförmigen Öffnung mit der Schere aus einem Riffellochblech von Weinert (9337) geschnitten. Durch kurze 0,3 mm dicke Drahtstifte fixiert man die Stützen der Kabine auf dem Gabelstapler. Natürlich sind auch die beweglichen Teile der Hebeeinrichtung vor dem Grundieren auf ihre Funktionstüchtigkeit zu prüfen und gegebenenfalls nachzufeilen. Die farbliche Gestaltung kann verschieden ausfallen. Die Fahrzeuge der Bahn waren zumeist gelb lackiert, während bei Industrie und Handwerk verschiedene Farbgebungen – meist orientierte man sich an der Firmenfarbe des jeweiligen Unternehmens – möglich waren.

Die Fahrersicherheitseinrichtung wird aus Evergreen-Profilen erstellt.

Will man sperrige Lasten stapeln, ist meist die Einweisung eines Kollegen nötig

Die abgebildeten Modelle sind mit seidenmatten Farben von Revell in „Lufthansa-Gelb“ (310), „Farngrün“ (360) und „Feuerrot“ (330) lackiert. Die Hebeeinrichtung, die Fahrersicherheitseinrich-tung und die Reifen erhalten einen schwarzen Farbauftrag. Die Felgen sind entweder in Silber oder in der Farbe des Fahrzeuges abgesetzt. Nach dem Trocknen werden zunächst einige Details farblich hervorgehoben, bevor das Fahrzeug zusammengesetzt wird. So wird das Lenkrad Elfenbein (10), die Schalthebel Silber (90) und die Lenkstange und Griffe der Schalthebel Schwarz (8) lackiert. Der Sitz erhält einen braunen (84) oder schwarzen Anstrich.

Auch die engsten Ladestraßen sind für den wendigen Gabelstapler kein Problem.

Nachdem diese Arbeiten abgeschlossen sind, fehlt noch die Besatzung. Der Preiser-Packung „LKW-Fahrer“ (10038) wird ein Fahrer ohne Beine entnommen. Da auf dem Gabelstapler nicht viel Platz vorhanden ist, werden dem Fahrer nur noch Füße angeklebt.  Ist er erst einmal auf dem Fahrersitz festgeklebt fällt die Verkürzung der Beine fast gar nicht auf. Nun kann das Lenkrad genau in die Hände das Fahrers geklebt und die Schutzkabine aufgesetzt werden. Natürlich dürfen auch Betriebsspuren an einem Gabelstapler nicht fehlen. Neben den blank gescheuerten Teilbereichen der Lastgabeln und der Hebeeinrichtung, sind natürlich auch Verschmutzungen darzustellen. So werden die Lastgabeln und Teile der Hebeeinrichtung mit einem ausgewischtem, silbernen (90) Katzenzungenpinsel graniert. Anders beim Fahrzeugkörper. Hier verwendet man schwarzbrauner Bw-Schmutz (6098D) von Rainershagen, um die Schmutzablagerungen darzustellen.

Nun noch schnell einige Ladegüter auf die Ladestraße gestellt und dem ersten Einsatz des Staplers steht nichts mehr im Wege. Durch die Beweglichkeit der Ladeeinrichtung und die Auslenkung der Räder lassen sich unzählige verschiedene Szenen darstellen und sorgen so für ein emsiges Treiben auf der Ladestraße.

Auch auf Betriebshöfen sind Gabelstapler - wie hier bei einer Kurvenfahrt - zu beobachten.

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