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Auch wenn dieser Spruch zumeist in einem ganz anderen Zusammenhang verwendet wird, so trifft er auch fĂŒr diesen Beitrag in gewisser Weise zu. Nahezu in jedem GĂŒterwagenpark eines Modelleisenbahners sind Flachwagen zu finden. Um das Augenmerk auf diese Gattungen zu lenken, bedarf es einer nicht ganz alltĂ€glichen Beladung.
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In diesem Falle wurden Bauteile fĂŒr ein Wasserkraftwerk verladen. Angeregt durch einen Beitrag in einer Zeitschrift, ist eine dreiteilige Garnitur, beladen mit zwei Turbinenwellen und einem VerteilerstĂŒck, entstanden. Zum Schutz vor BeschĂ€digungen sind die empfindlichen Turbinenwellen komplett mit Holz verschalt, wĂ€hrend das gusseiserne VerteilerstĂŒck ungeschĂŒtzt transportiert wird. Alle drei Bauteile werden sicher in Ladegestellen, die auf den Wagen verankert sind, gehalten. Als Transportmittel werden die Flachwagen der Gattung âSamms 710â herangezogen. Die Last der Teile ist nicht so schwer und die Teile sind nicht so lang, dass es eines Samms benötigt hĂ€tte; jedoch mutmaĂt der Autor des vorgenannten Beitrags, dass die Streckenlast einen Transport auf den Wagen dieser Gattung verlangt.
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Der nĂ€chste Schritt beinhaltet das Aufbringen von Betriebsspuren. Begonnen wird mit dem Ladeboden. Er erhĂ€lt einen Farbauftrag aus verdĂŒnntem Schwarz. AnschlieĂend wird der ganze Wagen rostfarben (Modell Master âLederâ) eingenebelt. Dabei arbeitet man an den LangtrĂ€gern und den Drehgestellen von unten nach oben und bei der LadeflĂ€che senkrecht von oben. Nicht vergessen werden sollten die RadsĂ€tze, die ebenfalls rostfarben lackiert werden. Danach graniert man den Ladeboden mit Beige (Revell 88) und der restliche Wagen mit Basaltgrau (Revell 77). So treten die Holzmaserungen des Ladebodens und die Details des Wagens besonders plastisch hervor. Damit sind die Arbeiten am Wagen abgeschlossen und mit den Beladungen wird begonnen.
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Die inneren, direkt auf dem Kunststoffrohr befindlichen Verschalungen werden aus 1 x 1 mm dicken Holzleisten hergestellt. Um rasch voranzukommen, werden sie mit Ponal Express aufgeklebt
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Die Ă€uĂeren Verschalungen entstehen aus 1 mm breiten und nur 0,4 mm dicken Holzleisten.
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Der rote Rand auf den EndstĂŒcken wird durch exaktes Abkleben und einem vorsichtigen Farbauftrag mit dem Pinsel erreicht.
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Um den Eindruck zu erwecken, dass die Beladung schon einige Zeit verpackt und unterwegs ist, wird die Schalung mit âEicheâ von Bondex âgealtertâ.
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Beim Vorbild wird die Verschalung durch StahlbĂ€nder an der Welle befestigt. Im Modell werden diese mit âLetrasetâ- BĂ€nder dargestellt.
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Turbinenwelle
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ZunĂ€chst werden die Turbinenwellen, die ja eigentlich gar nicht sichtbar sind, hergestellt. Eine Verschalung aus Holzlatten schĂŒtzt die empfindlichen OberflĂ€chen der Wellen gegen BeschĂ€digungen und lĂ€sst so die Wellen nur erahnen. Um dies nachbilden zu können, benötigt man eine entsprechende Form, auf die die Holzleistchen geklebt werden. Dazu dient ein Kunststoffrohr mit einem Durchmesser von 1o mm und einer LĂ€nge von 120 mm. An beiden Enden werden je zwei aufeinandergeklebte Sperrholzscheiben mit einem Durchmesser von 25 mm und einer Dicke von 2 mm zentrisch befestigt. Ein abgeschnittener MöbelholzdĂŒbel stabilisiert die Verbindung der Scheiben mit den Rohrenden. Die Holzscheiben erhĂ€lt man, indem man sie aus einer dĂŒnnen Sperrholzplatte (2mm) mit einem Zapfenschneider herausschneidet. Wem ein solches Werkzeug nicht zur VerfĂŒgung steht, aber die Beladung nachbauen möchte, wendet sich bitte an die Redaktion. Dieses Gebilde dient nun als Form, auf die die Holzleisten aufzukleben sind. Dabei gilt, je feiner die Leisten, umso realistischer wirkt die Beladung. In diesem Falle werden fĂŒr den kleinen Durchmesser, der direkt auf das Rohr geklebt wird, 1 mm dicke und 1 mm breite Leistchen verwendet.
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Die Draufsicht zeigt das Vorbild mit zwei verschalten Turbinenwellen und einem VerteilerstĂŒck in ihren Ladegestellen (Aufn. Klaus Kirsch)
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Die Bolzennachbildungen steuert die Firma âGrande Lineâ und die Piktogramme die Firma Preiser bei.
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FĂŒr die beiden auf diese âSchalenâ aufgesetzten Ringe und auf den beiden Scheiben an den Enden wird die Dicke der Leisten auf 0,4 mm reduziert, wĂ€hrend die Breite von 1 mm beibehalten wird. Nachdem alle Klebestellen abgetrocknet sind, wird das gesamte Gebilde im Farbton âEicheâ von Bondex gebeizt. Dies dient dazu, der Verschalung das Aussehen von neuem Holz zu nehmen, um den Eindruck zu erwecken, als wĂ€re die Fracht schon einige Tage oder Wochen unterwegs. Nach der erneuten Trockenzeit lackiert man die roten Streifen auf dem Ă€uĂeren Rand der Sperrholzscheiben. Beim Vorbild
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wird die Holzverschalung durch StahlbÀnder zusammengehalten. Im Modell finden dazu Letraset-BÀnder mit 0,5 mm Breite Verwendung.
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FĂŒr die Darstellung der VerschlĂŒsse dienen kurze, etwas breitere StĂŒcke der BĂ€nder (0,7 mm). Sie werden silbern (Revell 90) abgesetzt. Nun mĂŒssen noch die Nachbildungen der Bolzenköpfe auf den Sperrholzscheiben aufgeklebt werden. Die Bolzenköpfe (5098) findet man bei der Firma âGrande Lineâ, die ĂŒber Walthers aus Amerika vertrieben werden. Silbern lackiert, werden fĂŒnf StĂŒck auf jeder Seite der beiden Scheiben symmetrisch aufgeklebt. Die Piktogramme auf den Endscheiben steuert die Zubehörpackung (17100) von Preiser in Form von Nassschiebebildern bei. Sie werden mit einem Tupfer mattem Klarlack fixiert.
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Beim Ladegestell bestehen nur die Pfosten aus 1 mm dicken Leisten, wÀhrend die restlichen Hölzer 0,4 mm dick sind.
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Eine Seitenansicht zeigt die verschalte Turbinenwelle in ihren Ladegestellen. Hier werden die unterschiedlich dicken Holzlattenringe sichtbar. (Aufn. Klaus Kirsch)
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Das Ladegestell
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Um die Wellen sicher lagern, verladen und transportieren zu können, benötigt man stabile Ladegestelle. Beim Vorbild werden die Wellen nach dem Verschalen direkt in ihnen gesichert und verbleiben dort, bis sie an ihrem Bestimmungsort angekommen sind. Nach der nebenstehenden Zeichnung sind die Gestelle aus 0,4 mm Holzleisten zusammenzufĂŒgen. Nur die beiden senkrechten Pfosten haben eine Dicke von 1 mm. Die restlichen Abmessungen sind der Skizze zu entnehmen. Besonderes Augenmerk sei auf die Ausrundungen der Auflager der Welle zu richten. Diese mĂŒssen alle den gleichen Abstand von der AufstandsflĂ€che haben, damit die Welle auch horizontal und spannungsfrei gelagert und transportiert wird. Auch das Ladegestell wird wie die Welle âEicheâ gebeizt, da das Holz genauso alt ist wie die Verschalung der Welle. Denn, wie bereits erwĂ€hnt, bleiben Welle und Ladegestelle stĂ€ndig miteinander verbunden. Nachdem noch kleine Piktogramme auf den senkrechten Pfosten und kleine Winkeleisen aus Letraset-BĂ€nder an den Ecken angebracht worden sind, gilt es, die Fracht auf dem Wagen zu sichern. Dazu werden, um die Ladung gegen seitliches Verschieben zu schĂŒtzen, kleine Keile an den Kopfseiten der Ladegestelle angebracht. In LĂ€ngsrichtung verhindern je zwei Hölzer (1,5 x 1,5 mm) zwischen den Kopfenden der Beladung und den Stirnborden der Wagen, dass die Ladung verrutschten kann. Kleine Keile bringen sie auf Spannung und diagonal aufgeklebte feine Leisten sorgen fĂŒr die Stabilisierung der Hölzer. Damit ist eine Turbinenwellenbeladung fertig und die zweite Welle oder das VerteilerstĂŒck, ĂŒber dessen Bau wir im nĂ€chsten Heft berichten werden, kann in Angriff genommen werden
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