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Dies bedeutet jedoch nicht gleichzeitig, dass alte Artikel damit ausgedient haben oder gar entsorgt werden mĂŒssen. Mit etwas Vorstellungsvermögen und KreativitĂ€t lassen sich aus diesen Modellen durchaus neue Objekte schaffen, die den heutigen AnsprĂŒchen gerecht werden.
So zeigt dieser Beitrag, wie aus dem âewig jungenâ FALLER - GĂŒterbahnhof durch Umbau und Erweiterung ein nahezu maĂstĂ€blicher GĂŒterschuppen wird. Im zweiten Beitrag folgt dann zu einem spĂ€teren Zeitpunkt das Umfeld mit einer angebauten GĂŒterhalle.
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Bei einer AufrĂ€umaktion im heimischen Eisenbahnkeller entdeckte der Autor das Modell des heute immer noch unter der Artikelnummer 120154 fĂŒr etwa 25,00 ⏠erhĂ€ltlichen GĂŒterbahnhofes von FALLER. Das Modell musste bereits vor ĂŒber dreiĂig Jahren (!!!) zusammengebaut und auf eine Sperrholzplatte geklebt worden sein. Auf der StraĂenseite war der StraĂenbelag aus bedruckter, aufgeklebter Pappe nachgebildet. An der Gleisseite zeugten noch eingefĂ€rbte HolzspĂ€ne von der âhistorischenâ Landschaftsgestaltung.
Eigentlich sollte das Modell als Zeitzeuge wieder in einer Kiste verschwinden, da es den heutigen AnsprĂŒchen des Autors an einen GĂŒterschuppen nicht mehr genĂŒgte. Jedoch lieĂen einige Details zu der Ăberlegung fĂŒhren, den ehemaligen Bausatz abzuwandeln. So erschien die leicht verschachtelte Architektur mit dem durch den BĂŒrobereich verursachten Versatz in der Fassade und den unterschiedlichen Dachebenen interessant. Auch die filigran wirkenden FenstereinsĂ€tze regten dazu an, dieses Modell als Grundlage fĂŒr ein neues GebĂ€ude zu nehmen. Hauptmanko des GĂŒterbahnhofes sind die verniedlichten GebĂ€udeabmessungen, die augenscheinlich durch die zumeist geringen PlatzverhĂ€ltnisse auf den meisten Modelleisenbahnen entstanden sind. Diese galt es zu korrigieren und so ging es dann ran ans WerkâŠ
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Mit einem Bastelmesser wurde der seinerzeit nur sparsam mit Klebstoff zusammengefĂŒgte GĂŒterschuppen in seine Einzelteile zerlegt.
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Die FenstereinsÀtze mussten nach dem Herauslösen mit einem FrÀser von Kleberesten befreit werden, damit sie beim erneuten Einkleben wieder plan aufliegen
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2mm Kunststoffplatten wurden zwischen die Abschnitte geklebt, um diese zu verlÀngern. Mit von innen aufgeklebten Platten erhielten die WÀnde zusÀtzliche StabilitÀt.
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Weitere Fenster- und TĂŒröffnungen wurden mit einer LaubsĂ€ge in die WĂ€nde geschnitten und anschlieĂend mit einer Feile versĂ€ubert.
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Aus 2 mm dicken Kunststoffplatten entstanden die beidseitigen Laderampen mit ihren senkrechten AbstĂŒtzungen.
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Schwierig gestaltete sich die VerlĂ€ngerung der Bretterwand der BĂŒrofront. Um hier die gleiche Struktur zu erhalten, musste zunĂ€chst ein FĂŒllstĂŒck zur VerlĂ€ngerung auf der Innenseite angebracht werden. Die Darstellung der senkrechten Bretterfront erfolgte dann mit verschieden breiten Kunststoffprofilen, die auf dieses FĂŒllstĂŒck geklebt wurden. Um die gleiche Struktur wie bei der vorhandenen Bretterwand zu erhalten, klebte man zwischen den einzelnen Profilen feine 0,25 dicke Kunststoffstreifen als âAbstandshalterâ fĂŒr die Fugendarstellung. DarĂŒber hinaus befand sich an der BĂŒrowand unten ein Natursteinsockel in der Gestalt eines aufgeklebten KunststoffstĂŒckes. Dieser Sockel wurde durch einen Gipsabguss der Betonladerampe aus der SPĂRLE â Silikonformen (1050) ersetzt.
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Nun folgten die LadebĂŒhnen. Hier wurde auf die alten BĂŒhnen mit der Holzbodennachbildung verzichtet. Als Ersatz dienten zwei Millimeter dicke Kunststoffplatten, die aus dem gleichen Material senkrechte, trapezförmige AbstĂŒtzungen unterhalb der BĂŒhnen erhielten.
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Bei der darauf folgenden Stellprobe mit einem GleisstĂŒck stellte man fest, dass die AuĂenabmessungen nun nicht mehr in Proportion zur Höhe des GebĂ€udes standen. Auch waren die Oberlichter zu niedrig ĂŒber den Schiebetoren eingebaut. So wurden die AuĂenwĂ€nde kurzerhand um 8 mm erhöht und die Oberlichter neu angeordnet. Schwierig gestaltete sich die Ănderung wiederum bei der Bretterwand am BĂŒro. Hier mussten auch alle vier Fenster höher gesetzt und damit die BrĂŒstungen neu erstellt werden. Oberhalb der Obergeschossfenster wurde ein schmaler Streifen aus der Kunststoffplatte mit BretterprĂ€gung von BRAWA (2801) geklebt. Dieser setzte sich auch auf der Seitenwand am Versatz fort. Damit waren die Ănderungsarbeiten an dem Korpus des GĂŒterschuppens zunĂ€chst abgeschlossen.
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Bevor die weitere Gestaltung der AuĂenwandoberflĂ€che durchgefĂŒhrt wurde, entstanden die neuen SchiebetĂŒren mit den dazugehörigen Laufschienen. Die SchiebetĂŒren sind ebenfalls aus den oben erwĂ€hnten Bastelplatten mit HolzprĂ€gung der Firma BRAWA (2801) entstanden. Die Tore selber messen 27 mm in der Breite und 28 mm in der Höhe. Sie erhielten KunststoffverstĂ€rkungsprofile von 1 x 0,25 mm. Die Rollen wurden aus dĂŒnnen Scheiben einer Kunststoffstange mit einem Durchmesser von 1,5 mm erstellt. Die Rollen wiederum befestigte man mit schmaleren Streifen von 0,75 mm Breite. Kleine DrahtstĂŒcke von 0,3 mm Durchmesser dienten als Nieten bzw. Schraubennachbildungen und sicherten die Rolle und die Rollenlaschen an dem Tor. Aus dem gleichen Draht wurden auch die Griffe an den Toren hergestellt. Die Laufschienen entstanden aus ein Millimeter hohen und 0,5 mm dicken Kunststoffprofilen, die an den Enden kleine aufrecht stehende Kunststoffabschnitte als Stopper erhielten. FĂŒr die Befestigung der Laufschienen am Mauerwerk wurden Löcher in die Schienen gebohrt und kurze MessingdrahtstĂŒcke mit 0,3 mm Durchmesser eingeklebt. Die AbstĂ€nde der DrĂ€hte ĂŒbertrug man dann auf das Mauerwerk ĂŒber den Toren und bohrte dort die Löcher zur Befestigung der Schienen. Befestigt wurden die Laufschienen jedoch erst zu einem spĂ€teren Zeitpunkt, nach dem Verputzen und Streichen der WĂ€nde, da sie vorher beschĂ€digt worden wĂ€ren. Dabei wurden die Bohrungen einfach von innen nach auĂen wieder aufgebohrt. Die Tore erhielten nach der Grundierung mit Haftgrund einen braunen Anstrich (Revell 84), wĂ€hrend die Laufschienen basaltgrau (Revell 77) lackiert wurden. Bei diesem Arbeitsgang erhielten gleichzeitig die Fenster der verputzten WĂ€nde den gleichen braunen Anstrich. Die BĂŒrofenster wurden weiĂ (Revell 5) lackiert.
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Nachdem die Farben durchgetrocknet waren, wurden die Fenster eingesetzt und die Laufschienen der Schiebetore angebracht. Nun fehlte nur noch das Dach. Hier bediente man sich der Dachplatten mit einer Blechnachbildung von KIBRI (4148). Entsprechend den neuen Abmessungen wurden sie zugeschnitten. Da das Dach auf der Gleisseite abgeschleppt ist, musste hier die Dachplatte in einem schwachen Winkel geknickt werden. Um dies zu erleichtern und um einen geraden âKnickâ zu erhalten, wurde auf der RĂŒckseite die Dachplatte zu zweidrittel mit einem feinen SĂ€geblatt eingeschnitten. Danach lies es sich mĂŒhelos mit der entsprechenden Neigung knicken. Da Zinkbleche als Dachhaut immer auf einer Holzschalung aufgebracht werden, lackierte man die Unterseite der Dachplatten mit einer Holzstruktur aus verschiedenen Farbtönen (Revell 84+85+88).
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Zur Auflage bzw. AbstĂŒtzung des Daches wurden an der Gleisseite vier und an der LadestraĂenseite drei Fachwerkgebinde aus Kunststoffprofilen angeklebt. Sie erhielten einen hellgrauen Anstrich (Revell 75). Danach wurden die Dachplatten aufgeklebt. Dabei war es nicht notwendig, dass die Dachplatten im First dicht schlossen, da hier ein Firstprofil aus einem in der Mitte geknickten Pappstreifen aufgeklebt wurde. FĂŒr die senkrechten Ortgangabschlussbleche kamen Kunststoffprofile von 2,5 x 0,5 mm zur Anwendung. Die farbliche Gestaltung erfolgte durch einen Grundanstrich mit einem Grauton (Revell 57), dem ein wenig Silber beigefĂŒgt wurde. Einige Rostspuren und ein feiner umbrafarbener SprĂŒhnebel (Weinert 2636) beenden die Lackierarbeiten. Auf das Anbringen von Regenrinnen wurde verzichtet.
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Das an den porösen Putzstellen zu erkennende Mauerwerk ist zu groĂformatig fĂŒr ein Ziegelmauerwerk, jedoch passend fĂŒr ein Betonmauerwerk aus groĂen Steinen. Verschiedene LadegĂŒter von Kotol beleben die Szene.
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Da die BĂŒrorĂ€ume beheizt sein sollten, musste noch ein Kamin her. Hier wurde kurzerhand der aus dem RĂŒckbau gewonnene Kamin verwendet. So erhielt der âalteâ Kamin auch eine Putzschicht aus Nitrospachtel und wurde farblich behandelt, bevor er seinen Platz auf dem neuen Dach zugewiesen bekam. Mit kleinen Alupapierstreifen wurden die Abdichtbleche zwischen dem Kamin und dem Dach nachgebildet.
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FĂŒr die weitere Ausstattung bediente man sich verschiedener Emailleschilder, die nach einer Bauanleitung des bekannten Autors, Jörg Chocholaty, wie folgt entstanden. So wurden die ausgewĂ€hlten Werbeschilder vorsichtig mit UHU plus (2 Komponenten) bestrichen. Durch die OberflĂ€chenspannung fĂ€llt der Kleber zu den RĂ€ndern hin ab. So entsteht der Eindruck eines gewölbten Schildes. Leichte Rostspuren vermitteln einen verwitterten Eindruck.
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Nachdem der GĂŒterschuppen in das vorbereitete Diorama eingefĂŒgt wurde, mussten nur noch die Schiebetore eingehĂ€ngt werden. Danach konnte der Frachtbetrieb aufgenommen werden. Die Erstellung des Dioramas und der angebauten, offenen Lagerhalle wird im zweiten Teil des Beitrags beschriebenâŠ
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