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Nicht alle Güterbahnkunden verfügen über einen Gleisanschluss. Während heute ein Großteil der gesamte Logistik auf die Straße verlagert ist, galt es früher, diese Lücke zwischen Schiene und Kunde zu schließen. Eine Lösung bot der Einsatz von sogenannten „Straßenrollern“. Sie ermöglichten den Transport von kompletten Waggons auf einem LKW-Anhänger. Auf sie wurden die leeren oder vollen Güterwagen verladen und mit Hilfe kurzer, aber starker Zugmaschinen, dem Empfänger zugestellt. Dieser Beitrag beschreibt den Bau eines interessanten Gespanns von Weinert.
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Beide Modelle entsprechen in ihrer Ausführung dem Baujahr 1953. Die Zugmaschine besteht hauptsächlich aus Weißmetallteilen. Sie gliedert sich in drei Hauptbaugruppen: Führerhaus, Pritsche und Chassis. Das Führerhaus erhält mehrere Ausstattungsteile aus Messingguss. So sind die Kupplung, Peilstangen, Scheinwerfer, Winkel, Schalthebel und der Spiegel zuzurüsten. Während die Pritsche aus fünf Teilen besteht und keine Ausstattungsteile erhält, ist das Chassis aus mehreren Bau- und Zurüststeilen zusammenzufügen.
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Der Bausatz bietet die Möglichkeit, die Vorderachse beweglich einzubauen. Dazu ist eine Einzelradaufhängung mit einer Spurstange zu montieren. So sind auch Kurvenfahrten vorbildgerecht darzustellen. Der Arbeitsfolge, der sehr ausführlichen und umfassenden Bauanleitung, ist Folge zu leisten, da einige Bau- bzw. Zurüstteile sinnvoller weise erst später montiert werden sollten. Nach dem Lackieren der Baugruppen ist das Modell zusammenzufügen und zu beschriften. Die Beschriftung, in Form von Abziehbildern, lässt sich leicht aufbringen und legt sich gut an das Modell an. Jedoch ist auch die entsprechende Vorsicht geboten, da die Trägerfolie sehr dünn ist. Sollte es trotz aller Vorsicht nicht gelingen, so ist dieser Beschriftungssatz auch im normalen Weinert-Sortiment zu finden. Zu den letzten Arbeitsschritten gehört das Einfügen des Fahrers, die Montage der angepassten Fenstereinsätze und Scheibenwischern, und das Beladen der Zugmaschine mit den Gewichten.
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Oben: Um die Enden der Messingguss-Zapfen und Stelldrähte flach zu drücken, leistet die Weinert-Flachzange gute Dienste
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Die vielen Gelenke und Stelldrähte lassen die ausgeklügelte Technik des zusammengebauten Straßenrollers erahnen
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Oben: Von unten lässt sich die Mechanik am besten erkennen. Eine Vielzahl von Gelenken und Stelldrähten ermöglicht die unterschiedliche Auslenkung der Räder.
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Links: Die Zugmaschine gliedert sich in drei Hauptgruppen: Führerhaus, Pritsche und das Chassis.
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Oben: Aus relativ wenigen Messinggussteilen besteht der bausatz des Straßenrollers
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Unten: Eine selbst gefertigte Biegeplatte ist sehr hilfreich, um die Stelldrähte gleich lang zu biegen
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Der Straßenroller
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Der Straßenroller besteht, bis auf die Weißmetallräder, aus Messingschleuderguss. Schon in der Einleitung der Bauanleitung wird darauf hingewiesen, dass man mit etwas Geduld und Zeit die Mechanik zur Auslenkung der einzelnen Räder nachbauen kann. Aber keine Angst, die Bauanleitung und die beigefügte Explosionszeichnung machen diesen Aufwand zu einem kurzweiligen Bastelvergnügen. Wie gewohnt, sind alle Teile beider Bausätze sehr passgenau und die Nacharbeit beschränkt sich auf das Aufbohren der vorgegebenen Öffnungen und das Befeilen der Angüsse. Da für die Ausführung der Mechanik eine Vielzahl von gleichlangen Drähten gebogen werden muss, ist es ratsam, sich eine „Biegeplatte“ zu fertigen. Dies ist eine Metallplatte (Alu oder Messing) in welche, mit dem entsprechenden Abstand zum Rand, Löcher gebohrt werden.
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Bei ausgeschwenkter Deichsel stellen sich die Räder in einen unterschiedlichen Winkel zum Rahmen. So wird in den Kurven der Rollwiderstand nicht erhöht
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Die Abstände zum Rand werden durch die Abmessung der Biegeform der Drähte bestimmt. So wird gewährleistet, dass alle Drähte, die die gleiche Abmessung haben sollen, auch gleich sind. Dies ist notwenig, damit die Mechanik einwandfrei funktioniert. Ebenso ratsam ist der Erwerb einer Weinert-Flachzange (2314). Diese benötigt man zum Flachdrücken der Zapfen und Stelldrähte. Mit dieser Verfahrenstechnik wird die Beweglichkeit der Mechanik ermöglicht. Zudem ist beim Thema Schiene/Straße der nächste Bahnübergang nicht mehr weit. Und wer das filigrane Gehänge einer Weinert-Bahnschranke auf seiner Modellbahn bestaunen möchte, kommt um den Kauf dieser Flachzange sowieso nicht herum. Zum ersten Einsatz kommt die Zange nach dem Zusammenfügen der Rahmenteile. Dann werden die Messinggusszapfen zur Fixierung der einzelnen Achslager flachgedrückt. Gleiches gilt für die Stelldrähte, die zwischen den Radlagern und den Gelenken, bzw. zwischen den verschiedenen Gelenken eingebaut werden.
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Im unlackierten Zustand wird der Unterschied zwischen der bulligen Zugmaschine und dem filigranen Straßenroller sehr deutlich
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Auch diese werden nach dem Einbau an ihren Enden flachgedrückt. Es ist ratsam, mit dem Einbau eines jeden neuen Stelldrahtes die Stellung der Räder zu überprüfen. So sollen bei gerader Deichselstellung alle Räder gerade, das heißt parallel zum Rahmen stehen. Mit größer werdendem Einschlag der Deichsel muss auch der Ausstellwinkel der Räder zunehmen. Dabei ist die Mechanik so ausgerichtet, dass die äußeren Räder einen größeren Winkel beschreiben als die inneren. So wird der Winkelausschlag der Räder zur Mitte des Straßenrollers bei
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Nun lassen sich die beiden Modelle zu einem Gespann zusammenfügen und gegebenenfalls mit einem Waggon beladen. Jedoch sollte man dann auch an die Sicherung der Ladung denken. Dafür sind dem Straßenroller keine Teile beigefügt. Aber mit einigen Hemmschuhen, Zughaken und etwas Gummilitze aus dem Hause Weinert wird dies leicht möglich. Ob mit einem Wagen beladen oder unbeladen, auf jeden Fall wird das Gespann jeden Straßenverkehr beleben und für einen neuen Blickfang sorgen.
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