Hochleistungspuffer von Krüger-Modellbau

Stoßvorrichtung....

Nachdem immer mehr moderne Fahrzeuge aus den Epochen IV und V auf den Markt gebracht werden, wächst auch der Bedarf an entsprechenden Bauteilen zur Verfeinerung für diese Wagen.                                 So bietet Krüger-Modellbau nun runde Hochleistungspuffer in der aktuellen Ausführung an.

Hochleistungspuffer beim Vorbild

Hochleistungspuffer im Vergleich: Links die gedrehten Metallpuffer von Weinert- Modellbau und rechts die Messinggusspuffer vom Krüger- Modellbau.

Nahezu alle Wagen die ab dem Beginn der Epoche IV neu konstruiert worden sind, weisen als Stoßvorrichtung Hochleistungspuffer auf. In Anlehnung an die bis dahin üblichen Hülsenpuffer, dominierten zunächst die Varianten mit kleinen und großen Puffertellern in runder Ausführung. Entscheidend für die Wahl der Tellergröße ist die Auslenkung der Fahrzeugenden in Gleisbögen. So besitzen längere zweiachsige Wagen zumeist Puffer mit einem Tellerdurchmesser von 45 cm. Im Gegensatz dazu haben kurze und längere Wagen mit Drehgestellen – durch die Drehgestelle wird ein Teil der Auslenkung an den Wagenenden reduziert - Pufferteller mit einem Durchmesser von 37 cm.

Für die feststehenden Messinggusspuffer mit kleinen und großen Puffertellern sind bei der Montage unterschiedlich dicke Bohrer notwendig, während Neusilber-Pufferteller nur aufgeklebt werden.

Um die Pufferteller wölben zu können, muss zunächst eine „Form“ erstellt werden.

Neue Puffer in 1:87

Für unsere Modellwagen bot bisher nur die Firma Weinert (www.weinert-modellbau.de) Hochleistungspuffer an. Diese aus Metall gedrehten Zurüstteile sind in gefederter (Nr. 8594) und ungefederter (Nr.: 8598) Ausführung erhältlich. Sie weisen gewölbte Pufferteller mit einem Durchmesser von         Ø 4,3 mm auf und entsprechen damit beim Vorbild den Puffern mit kleinen Tellern. Jedoch sind bei diesen Puffern nicht die heute üblichen kreisförmig, außen am Teller befindlichen, Bohrungen nachgebildet.

Durch leichte Schläge erhält der Pufferteller seine vorbildgetreue Wölbung.

Dies hat die Firma Krüger Modellbau (Finkenstraße 10, 35232 Dautphetal, E-Mail: krueger-modellbau@gmx.de)  auf den Plan gebracht. Martin Krüger, immer bereit Lücken im Angebot für unsere Modellwelt zu schließen, bietet nun Hochleistungspuffer mit den oben beschriebenen Öffnungen an. Die Puffer bestehen aus Messingguss und sind mit kleinen (Nr. 98644) und großen (Nr.98643) Puffertellern erhältlich. Leider fehlt diesen Puffern die zur Verringerung der Reibung auf den Tellerflächen notwendige Wölbung. Die Montage ist wie bei den Weinert-Puffern durchzuführen. Es sei lediglich darauf hingewiesen, dass die Puffer mit kleinen Tellern eine Montagebohrung von nur 1,6 mm bedürfen, während die anderen Puffer eine Öffnung von Ø 2,2 mm benötigen. Beide Pufferarten können auch mit den Weinert-Puffersockelplatten montiert werden.

Die längeren zweiachsigen Wagen haben zumeist Puffer mit großen Tellern, während an den Drehgestellwagen Puffer mit kleinen Tellern montiert sind.

Die Schlussscheibe einstecken und die Schraubkupplung einhängen – dann kann es los gehen…

Neben diesen zur Montage fertigen Messinggussteilen, bietet Krüger Modellbau auch große Pufferteller für die Zurüstung von Weinert-Hochleistungspuffern an. So ist nun ein Neusilberblech mit vier geätzten Puffertellern (Art.-Nr. 98642) erhältlich. Diese Teller weisen einen Durchmesser von 5,2 mm auf und dienen somit zur Darstellung der Hochleistungspuffer mit großen Tellern (45 cm). Fertigungsbedingt sind diese Teller ebenfalls plan und müssen vor der Montage vorbildgerecht eine Wölbung erhalten. Um dies zu erreichen wird eine zum Beispiel entsprechend dicke Kunststoffplatte mit einem großen Bohrer (z.B. >Ø 10 mm) angebohrt. Die Bohrung muss so tief sein, dass sich ein Trichter mit einem Durchmesser von mindestens ~ 6 mm Durchmesser ergibt. Durch den Einsatz eines Bohrers mit großem Durchmesser entsteht ein recht flacher Trichter, da dieser Bohrer einen flacheren Schneidwinkel besitzt, als ein Bohrer mit einem kleinen Durchmesser. Dies ist notwendig um die Wölbung des Tellers nicht zu stark werden zu lassen. In die Vertiefung wird der Pufferteller, mit der Rückseite nach oben, hinein gelegt. Mit ein paar leichten Schlägen auf einen zentrisch angesetzten Hochleistungspuffer (natürlich feststehenden!) von Weinert wird der Teller gleichmäßig gewölbt.

Nahezu alle Wagen des Fahrzeugparks der Deutschen Bahn AG sind mit Hochleistungspuffern ausgerüstet

Feststehende Hochleistungspuffer als Messinggussteile von der Firma Krüger Modellbau.

Nun können die gewölbten Teller mit Sekundenkleber-Gel auf den blank geschliffenen, bereits in der Pufferbohle montierten, Weinert-Puffer geklebt werden. Nach einer farblichen Behandlung, die natürlich alle Zurüstteile erfordern, ist die Montage beendet.

Fazit: Mit den neuen Zurüstteilen von Krüger werden die Möglichkeiten der Superung auch von modernen Fahrzeugen sinnvoll erweitert.

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