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In der Januar-Ausgabe dieser Zeitschrift wurde bereits über den Witterungsschutz in Form von Planen für Holztransporte berichtet und die Umsetzung für das Modell gezeigt. Aber nicht nur Holz, sondern auch andere Güter sind witterungsgefährdet und müssen geschützt werden. Ein Ausschnitt über die Vielfältigkeit der Verwendung von Planen wird im Folgenden an einigen Beispielen aufgezeigt.
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Maschinenteile
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Ein Transportgut, das aufgrund seiner Abmessungen oder seines Gewichtes auf Flach- oder Rungenwagen verladen werden muss sind Maschinen oder Maschinenteile. Sie bestehen meist aus Metall und sind nässeempfindlich. Da offene Wagen keinen Schutz bieten und dieser nur während des Transportes benötigt wird, ist eine variable Abdeckung, in Form einer Plane, ausreichend. Mit ihnen werden die Maschinen abgedeckt, dann werden sie mit Leinen fest verzurrt.
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Da das Ladegut durch die Plane vollständig abgedeckt wird, ist der Kauf eines kostspieligen Maschinenmodells nicht notwendig. Als Form für die Plane findet Styropor Verwendung. Es hat den Vorteil leicht zu sein und wird mit einem Cutter nach eigenen Vorstellungen zurechtgeschnitten. Dabei kann man seiner Phantasie freien Lauf lassen. Nur die Abmessungen unterliegen der Einschränkung, dass der Wagen mit der Beladung das Lichtraumprofil nicht überschreiten darf. Ein Lademaß gibt hier schnell Aufschluss. Hat man seine „Maschine“ zurecht geschnitten, empfiehlt es sich, dieses auf einem Holz mit doppelseitigem Klebeband zu fixieren. Ein Überzug mit einer Frischhaltefolie hilft, später das nasse Papiertaschentuch zu stabilisieren und begünstig das Ausformen des Tuches. Als Plane eignen sich die handelsüblichen Papiertaschentücher fast aller Marken. Jedoch sollte darauf geachtet werden, dass das Tuch keine Prägung besitzt, da sich diese später abzeichnet. Nun wird das Tuch grob zurechtgeschnitten, auf die Form gelegt und mit wasserverdünntem Weißleim bestrichen. Die Verwendung von Ponal Express beschleunigt die Trockenzeit, ohne für Korrekturen zu schnell zu erhärten.
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Das Papiertaschentuch wird auf der “Form” mit wasserverdünntem Weißleim bestrichen. Dabei läßt es sich vorsichtig mit einer Pinzette formen.
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Diese können mit dem Pinsel, oder vorsichtig mit einer nicht allzu spitzen Pinzette durchgeführt werden. Beim Vorbild wird die Plane fest um das Ladegut verzurrt. Um dies nachzubilden, müssen im nassen Zustand Bindfäden an den Stellen über das Modell gespannt werden, wo später die Zurrleinen verlaufen sollen. Man sollte dies im Bereich von Einschnitten, Höhenversprüngen oder anderen markanten Punkten machen. Das betont die Konturen des verdeckten Maschinenteils und führt zu einer interessanten Faltenbildung. Die Bindfäden werden an dem Holzstück, auf dem das „Maschinenteil“ aufgeklebt ist, mit Klebeband fixiert. Nach einer Trockenzeit von ca. vier
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Stunden werden die Bindfäden entfernt und die Plane zurechtgeschnitten. Sie sollte mit der Unterkante des Styroporkörpers abschließen, um das Modell problemlos aufstellen zu können. Dann erfolgt die farbliche Behandlung. Die gesamte Plane und insbesondere die Innenseiten der Falten werden schwarz lackiert. Um die Plane nicht wieder anzulösen, werden wasserlösliche Farben, z.B. „Hansa“ – Airbrushfarben, verwendet. Dem folgenden, hellgrauen Farbauftrag fügt man ein paar Tropfen des Farbtons „Whisky“ bei, um das blauschimmernde Grau etwas zu brechen und wärmer erscheinen lassen. Zusätzlich erhält man so den Eindruck, als wäre die Plane mit etwas Flugrost und Bremsstaub belegt.
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Natürlich werden nicht nur die Beladungen abgedeckt. In manchen Fällen, wie zum Beispiel bei nässeempfindlichen Schüttgütern auf Rungenwagen mit Bordwänden oder besonderen Metallprodukten auf Flachwagen, wird das Ladegut und die gesamte Ladefläche abgedeckt. Um dies nachzubilden, ist es ratsam eine Holzform des Wagenmodells anzufertigen, um dieses nicht zu beschädigen oder zu verkleben. Es genügen die groben Umrisse. Darauf wird eine Beladung, wiederum aus Styropor, gelegt. Durch die Länge der Wagenmodelle wird es in diesem Fall notwenig, mindestens zwei Planen aufzutragen. Diese werden nacheinander aufgelegt und mit Leim bestrichen. Die folgenden Arbeiten gleichen den vorangegangen Ausführungen. Da dieses Mal die Plane aber nicht am Ladegut, sondern am Wagen befestigt wird, sollte sie vor dem Erhärten auch entsprechend geformt werden. Dazu sind vorher auf dem Holzmodell die späteren Befestigungspunkte zu markieren. Mit dem Pinsel und einer Pinzette muss die Plane nun so geformt werden, dass man den Eindruck erhält, dass sie zu diesen
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Aber nicht nur die Ladegüter eignen sich für den Einsatz von Planen. Auch in anderen Bereichen müssen Gegenstände geschützt werden. Ein besonderer Blickfang bildet die Ausstattung des Wagens mit einem Planenaufbau. So wurde der Anhänger Kla 03 eines Rottenkraftwagens Klv 53 der Firma Brawa mit einem Spriegelgestell versehen. Die Abmessungen des Anhängers gaben die Größe des Gestell vor. Aus dünnen Messingdrähten wurde es zusammengelötet und auf den Anhänger in Bohrungen verklebt. Die Frischhaltefolie schützte wiederum das Modell und ermöglichte die später separate Bearbeitung der Plane. An einer Längsseite wurde die Plane zurückgeschlagen, um den Blick auf die Ladefläche frei zu geben. Hier fanden verschiedene Werkzeugen ihren Platz. Diese beim Vorbild beobachtete Variante bietet verschiedene Möglichkeiten, Betriebssituationen realitätsnah, darzustellen.
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Die hier gezeigten Varianten von Abdeckplanen sollen als Gedankenanstoß für die Umsetzung Ihrer Vorstellungen dienen oder zum Nachbau des einen oder anderen Beispiels animieren. Das Vorbild hat hier noch die viele, verschiedene Varianten zu bieten und die Einsatzmöglichkeiten sind mannigfach. Die Faszination steigt mit der Gestaltung von unterschiedlichen Formen und die, sich dabei ergebenden Falten, machen dann den besonderen Reiz aus. So können mit einfachen Mitteln viele neue Akzente auf Ihrer Modellbahnanlage entstehen.
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