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âEine Blockstelle fĂŒr alle FĂ€lleâ
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Die Blockstelle âRainwegâ gehört aufgrund ihrer Architektur zu den neueren Bauwerken der Bahn. Obwohl das Vorbild aus dem Hamburger Raum stammt, könnte es in allen Landesteilen zu Hause sein. Als Kombination aus Mauerwerk und Stahlbeton ist dieser nĂŒchterne Zweckbau in den 60er Jahren entstanden. Die gradlinige Architektur wird durch die einfache Grundform bestimmt. Die groĂe Fensteranlage und das weit auskragende Dach setzen besondere und charakterisierende Akzente. Dank der klaren Formen lĂ€sst sich das Stellwerk sowohl auf norddeutschen Anlagen, als auch im Ruhrgebiet oder in sĂŒddeutschen Motiven einsetzen.
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Der Zusammenbau erfolgt mit Sekundenkleber-Gel. Dies erlaubt, die Teile beim Zusammenkleben noch ausrichten zu können. Vorher sind die Teile auf Ebenheit zu prĂŒfen und gegebenenfalls nach einem heiĂen Wasserbad zu richten. Ebenso gilt es, die Gehrungen der einzelnen GebĂ€udeplatten zueinander herzustellen. Dazu eignet sich am besten ein gröĂeres StĂŒck Schleifpapier, das auf einer Ebene befestigt wird. Wenn man dann das GebĂ€udeteil an einer Lehre vorbeizieht, ist die gröĂtmögliche Sicherheit gegeben, einen geraden Verlauf der Gehrung zu erhalten. Leider ist dies bei dem abgebildeten Modell nicht ganz gelungen. So weisen die vorderen GebĂ€udeecken kleine Unebenheiten auf, die durch einen Efeubewuchs spĂ€ter retuschiert werden könnten. Nachdem die GebĂ€udeteile zusammengefĂŒgt, die Zwischendecke und die RĂŒckwand des Bedienerraumes eingeklebt sind, wird das Bauteil mit dem groĂen Fensterelement montiert. Dazu ist das MessingĂ€tzteil vorsichtig zu biegen (die Nut liegt dabei innen!) und auf der Fenstergrundplatte aufzukleben.
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Neben den Wandteilen aus Resinguss, liegen dem Bausatz ein Messing-Ă€tzteil fĂŒr die Fensterfront im Obergeschoss und Folien fĂŒr die Fenster bei.
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Leider ist es nicht gelungen das Dach zu richten und da auch die angegossenen Regenrinnen nicht ĂŒberzeugen können, entsteht ein neues Dach aus einer 1mm dicken Kunststoffplatte (Busch 7203). Die Regenrinnen steuert die Restekiste bei. Um ein Bitumendach nachzubilden, werden âTesaâ-Streifen â leicht ĂŒberlappend â aufgeklebt. Danach lassen sich die drei Hauptbauteile â GebĂ€ude, groĂes Fensterelement und Dach - provisorisch zusammenfĂŒgen. Passt alles, folgt die farbliche Behandlung der einzelnen Baugruppen.
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Die Farbgebung
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Um die filigranen und vor allem scharfkantigen Strukturen des Resingusses gut zur Geltung kommen zu lassen, greift man hier am besten zur Spritzpistole. Das GebÀude erhÀlt eine Lackierung aus ziegelrot (Revell 37), dass mit etwas gelb (Revell 15) aufgehellt wird.
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Das Dach wird matt, schwarz (Revell 8) lackiert. WĂ€hrend das GebĂ€ude und das Dach laut Herstellerangabe keine Grundierung benötigen, ist es bei dem MessingĂ€tzteil der Fensteranlage fĂŒr eine bessere Haftung der Farbe ratsam. Danach folgt die Lackierung mit Model Master âresedagrĂŒn (1716). Sind die Teile durchgetrocknet, wird das Fensterelement ein- und das kleine Vordach angeklebt. Damit die Preiserlein die Blockstelle mĂŒhelos erreichen können, bekommt der Eingang noch eine angeklebte Stufe aus einem Evergreenprofil von 2x3,2mm. Danach sind die Details farblich abzusetzen. So erhalten alle Betonteile, wie der Sockel, die Stufe, die Zwischendecke mit dem Vordach, das Fenstergesims und die Ă€uĂere Untersicht des Daches, einen Anstrich in mausgrau (Revell 45). In der gleichen Farbe wird auch der Boden des Bedienerraumes gestrichen, wĂ€hrend die WĂ€nde, die Ablage vor dem Fenster, die Raumdecke und der Kamin weiĂ (Revell 5) angestrichen werden. Die TĂŒre setzt man mit ocker (Revell 88) und die Stromleitung an der Vorderfront in graphitgrau (Revell 78) ab. Alle Stahlteile, wie EingangstĂŒre, Regenrinnen und Regenfallrohr, werden, wie das groĂe Fensterelement, resedagrĂŒn lackiert. Diese Teile lĂ€sst man nun einige Tage durchtrocknen, bevor sie gealtert werden.
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Feinarbeit
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In der Zwischenzeit kann man die Fenster verfeinern. Dem Bausatz sind bedruckte Folien beigefĂŒgt. Auf ihnen stellen braun aufgedruckte Rechtecke die Fensterrahmen dar. Um den Fenstern eine plastische Struktur zu geben, werden weiĂe Evergreenprofile (0,5x2mm) auf diese Folien geklebt. Sie bilden ein Rechteck, das etwas gröĂer als der braune, aufgedruckte Fensterrahmen ist. Die Fenster benötigen keinen Anstrich, da sie weiĂ bleiben sollen. Alle Fenster und Fensterfolien werden erst nach dem Altern eingeklebt, um zu verhindern, dass sie verschmutzen. Das Altern des GebĂ€udes erfolgt mit dunkelgrauer, stark verdĂŒnnter Farbe. Diese wird nach dem Antrocknen mit einem, in VerdĂŒnner leicht getrĂ€nkten Kosmetiktuch, von der OberflĂ€che wieder vorsichtig abgewischt. Nun setzt man auf dem Mauerwerk mit aufgehellter Grundfarbe einige Lichter. Dazu nimmt man mit einem Katzenzungenpinsel etwas Farbe auf und wischt den Pinsel nahezu vollstĂ€ndig wieder aus. Mit dem fast trockenen Pinsel werden dann die Kanten betont. Die Dachhaut nebelt man mit basaltgrau (Revell 77) ein. SpĂ€ter es wird mit Rainerhagen âDachpappenpuderâ(6041D) eingepudert und erhĂ€lt so sein mattes Aussehen.
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Bevor das Dach aufgeklebt wird, gilt es noch den Bedienerraum zu bestĂŒcken. WĂ€hrend in diesem Fall ein altes Faller-Stellwerk seiner Einrichtung beraubt wurde, ist es heute möglich, auf entsprechendes Zubehör zurĂŒckzugreifen.
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Vor dem farblichen Absetzen der Details, wird das groĂe Fensterelement eingeklebt. Die AusstattungsgegenstĂ€nde liegen schon zur Montage bereit.
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So werden RĂ€ume im Inneren des GebĂ€udes vorgetĂ€uscht. Das Einkleben der EingangstĂŒre und das Anbringen des Regenfallrohres auf der RĂŒckseite schlieĂen die Arbeiten ab.
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Jedes Modell ein Unikat
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Das fertiggestellte Modell ĂŒberzeugt durch seine stimmigen Proportionen. Dank des Werkstoffes Resin sind alle Bauteile und Details scharfkantig und filigran nachgebildet. Ebenso ermöglicht dieser Werkstoff, neben dem zĂŒgigen Arbeiten durch die Verwendung von Sekundenkleber und den Vorfall von Grundierungsarbeiten, ein leichtes Bearbeiten der Bauteile. NatĂŒrlich sind solche Modelle, allein durch die farbliche Gestaltung, aufwendiger als herkömmliche Kunststoffmodelle; jedoch entsteht dadurch auch aus jedem Bausatz ein Unikat und der Erbauer wird angeregt, seine eigenen Vorstellungen zu verwirklichen. Bleibt zu beobachten, wie sich solche Modelle am Markt und damit beim Modelleisenbahner durchsetzen. Bei diesem Modell wird es sicherlich so sein, dass es dank seiner kleinen Grundabmessungen und seiner örtlich ungebundenen Architektur auf jeder Anlage seinen Platz finden wird.
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